GISELa ist ein umfassendes GIS zur Verwaltung und Bearbeitung landwirtschaftlicher Flächen und deren Nutzung. Es zeichnet sich durch einfache Bedienbarkeit und einen schnellen Zugriff auf umfangreiche Datenbestände aus. GISELa gewährleistet die Umsetzung der EU-Verordnung zum Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem (InVeKOS).
Arbeitsabläufe optimieren
Seit dem 1. Januar 2005 sind alle Agrarverwaltungen Europas zum Einsatz eines GIS verpflichtet. Im Rahmen der EU-Regelung InVeKOS ist für flächenbezogene Beihilfen ein GIS-Nachweis erforderlich. Zur Verwaltung von Agrarflächen werden zahlreiche unterschiedliche Karten mit hohem Aktualisierungsbedarf benötigt. Das Informationssystem GISELa fasst alle nötigen Aufgaben zur Flächenkontrolle in einem komfortablen digitalen Workflow zusammen.
In der Praxis bewährt
Entwickelt wurde GISELa für das "Informatikzentrum des Landes Baden-Württemberg (IZLBW)". Hier wurde die Software Anfang 2005 eingeführt und innerhalb kürzester Zeit erfolgreich in die Geschäftsprozesse einbezogen. Anwendungsgebiete sind beispielsweise der Nachweis landwirtschaftlicher Flächen oder die Vorbereitung agrarstruktureller Maßnahmen. Zudem ist GISELa für weitere landwirtschaftliche Aufgaben flexibel erweiterbar.
Eine Datenquelle - viele Möglichkeiten
Herzstück des Systems ist der zentrale Geodatenserver, auf dem alle relevanten Informationen vorgehalten werden. Diese Architektur reduziert den organisatorischen Aufwand für Datenhaltung und -verwaltung. Die Nutzung der Anwendung ist prinzipiell unabhängig von den infrastrukturellen Gegebenheiten vor Ort. Auf der Basis der GIS-Software Arc-Editor von ESRI steht den Nutzern eine umfangreiche, intuitiv bedienbare Anwendung zur Verfügung. Alle wichtigen Funktionen zur Eingabe, Bearbeitung und Aktualisierung von Datenbeständen sind in einem System vereint.
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Die Bearbeitung der Referenzdaten erfolgt dezentral durch 25 geschulte Sachbearbeiter in sieben Landwirtschaftsämtern. Die Software wird hierzu am ZIV (Zentrum für Informationsverarbeitung) in Erfurt auf einer Windows Terminalserverfarm unter Citrix installiert. Die Daten werden zentral in einer Oracle 10g Datenbank mit Oracle Spatial und ArcSDE 9 verwaltet. Über eine von INTEND entwickelte Komponente — das Transaktionsmanagementsystem für ArcSDE (TMS) — erfolgt der editierende Zugriff auf diese Daten.
Daten auch über das Intranet verfügbar
Für die Antragsbearbeitung wurde eine Online-Komponente mit einem auf ArcIMS basierenden Viewer integriert. Diese bietet 250 weiteren Sachbearbeitern an 15 Standorten in Thüringen die Visualisierung und Recherche des Datenbestandes.
Spezielle ArcGIS-Erweiterung zur Flächenkontrolle
Zur Bearbeitung der Feldblöcke und Landschaftselemente wird mittels Extension eine Fachschale für die mit ArcView 9 ausgestatteten Client-Arbeitsplätze in die Standardoberfläche von ArcGIS integriert. Eine separat einzublendende Werkzeugleiste fasst alle Funktionalitäten zusammen, die speziell für die Bearbeitung der Referenzdaten benötigt werden. Darüber hinaus bietet die Fachschale eine integrierte Qualitätskontrolle durch automatisierte Checks. Natürlich stehen alle Standardfunktionalitäten von ArcGIS weiterhin zur Verfügung.
Mobile Komponente zur Vor-Ort-Kontrolle integriert
Für die Vor-Ort-Kontrolle der landwirtschaftlich genutzten bzw. relevanten Flächen im Gelände ist mit der sog. "Felddatenerfassung (FDE)" eine Anwendung auf Basis von ArcPad schon seit Anfang Juni 2005 produktiv im Einsatz. Für die Bearbeitung und Konstruktion von Messflächen wurden hierzu erweiterte Erfassungsfunktionen wie Flächen- oder Linienteilen und Linienverketten programmiert. Die Anwendung dient der Einmessung der Schlagflächen und der anschließenden Prüfung der Übereinstimmung mit beantragten Flächen, die direkt auf dem mobilen Gerät zur Verfügung stehen.
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