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Für die Kaufentscheidung zu berücksichtigende Parameter:

Wir möchten Ihnen mithilfe des nachfolgenden Überblicks die Kaufentscheidung erleichtern. Verschiedene unterschiedlich zu gewichtende Parameter spielen bei einer solchen Entscheidung eine Rolle.


Genauigkeit:

Die verschiedenen Hersteller liefern Geräte mit unterschiedlicher Genauigkeit und Ausstattung. Sie decken einen Genauigkeitsbereich von etwa 5-10 m bis ca. 0,5 m (Submeter) ab. Unter Umständen sind zum Erreichen dieser Genauigkeiten zusätzliche - auch kostenpflichtige - Korrekturdaten notwendig.


Bedienbarkeit + Softwareaustattung:

Die einfache Bedienbarkeit von Software und Gerät stehen bei der Suche nach einer geeigneten Lösung grundsätzlich im Vordergrund, denn oft haben die späteren Nutzer nur geringe GIS-Kenntnisse. Wenige Knöpfe und Schaltflächen sowohl am Gerät als auch in den vorhandenen Softwarelösungen erleichtern die Handhabung.

 

Heutzutage werden mobile Handgeräte fast ausschließlich mit einem Windows Betriebssystem (Windows Mobile) ausgeliefert, so dass auch hier (wie schon in der Desktop-Welt) eine breite Auswahl an Softwarelösungen verfügbar ist.

Als Software mit einer relativ umfangreichen GIS-Funktionsumfang steht hier z.B. ArcPad aus dem Hause ESRI zur Verfügung. Die Möglichkeit zur Anpassung dieser Software sowohl im Aussehen als auch im Funktionsumfang prädestinieren ArcPad geradezu für die mobile GIS-Datenerfassung mit GPS-Unterstützung.


Display/Auflösung

Sämtliche Geräte besitzen entweder einen Touchscreen oder einen Digitizer-Bildschirm - letzteres ist aber auf Tablet-PCS beschränkt (hier kommt eine aktiver Stift zum Einsatz). Die meisten auf dem Markt erhältlichen PDAs weisen eine Displayauflösung von 1/4 VGA = 320 x 240 Pixel auf. Es gibt einige Geräte, die hier die volle VGA-Auflösung (640 x 320 Pixel) mitbringen. Bei Tablet-PCs sind mittlerweile Auflösungen, wie man sie aus dem Notebook-Bereich kennt, üblich: Sie liegen bei 1024 x 1280 Pixeln oder höher.

Je höher die Auflösung ist, desto klarer ist die Darstellung und umso mehr Inhalt kann auf dem Display dargestellt werden und umso höher ist das Informationspotential.


Robustheit:

Da die Erfassungs- und Kontrollaufgaben in der Regel im Feld anstehen, spielt der Schutzgrad des Gerätes gegenüber den äußeren Umwelteinflüssen ebenfalls eine wichtige Rolle: ein staub- und spritzwassergeschütztes Gehäuse ist hier nahezu Standard (meist mit IP54 oder besser). Einem entsprechenden Gerät macht ein kleiner Regenschauer oder der Sturz auf den Boden normalerweise nichts aus. Die erste Ziffer dieser IP-Schutzzahl besagt, wie geschützt das Gerät gegenüber Berührung und Fremdkörpereindringung ist, die zweite Zahl gibt den Schutz gegenüber Wasser wieder. Je höher die jeweilige Ziffer ist, desto höher ist der entsprechende Schutz. (Weitere Informationen finden Sie z.B. über den Wikipedia-Eintrag zum Thema, den Sie hier aufrufen können.)


Stromverorgung / Akku

Auch der Stromverbrauch des Gerätes spielt eine gewisse Rolle bei der Entscheidung. Je nach Ausstattung ist es möglich, den internen Akku auszutauschen - sogar bei der Arbeit draussen im Feld. Für sämtliche Geräte gibt es die Möglichkeit, mittels Adapter die Stromversorgung über einen Zigarettenanzünder im Auto vorzunehmen. Entscheidend für die Akkulaufzeit ist auch die Einstellung der Beleuchtung. Neben der Hintergrundbeleuchtung des Displays stellen ein internes GPS und eine mögliche Bluetoothaktivität die größten Stromverbraucher bei einem solchen mobilen Gerät dar.


Anschlußmöglichkeiten / Erweiterbarkeit:

Weitere ausschlaggebende Parameter für die Auswahl eines geeigneten Gerätes sind z.B. die Speicherausstattung (intern und über Speicherkarten) und die Batterielaufzeit (auch austauschbare Akkus), die Möglichkeit zum Anschluß von zusätzlichen Geräten und Komponenten (z.B. externe Antenne, Digital-Kamera, Entfernungsmessgerät, ...), die Größe des Displays usw.


Korrekturdaten:

Um höhere Genauigkeiten bei der Messung zu erreichen, können bei einigen Geräten sog. Korrekturdaten verwendet werden. Man spricht dann von DGPS (Differentielles GPS). Die höherwertigen Korrekturdaten werden in der Regel per integriertem GSM-Modul oder über ein angeschlossenes Mobiltelefon on-the-fly bei der Messung eingebunden.

Dem Anwender stehen hier verschiedene Korrekturdatendienste zur Verfügung, die sich in Hinblick auf die Genauigkeit und Verfügbarkeit und natürlich in den Kosten unterscheiden. Vor allem die kostenpflichtigen Daten von Ascos und SAPOS kommen hier zum Einsatz, auch der sog. Küstenfunk (Beacon) sowie die kostenlosen Dienste EGNOS (Europa) und WAAS (Nordamerika) spielen eine Rolle.

 

Weitere Informationen zu diesen Korrekturdatendiensten finden Sie unter den folgenden Internetadressen:

 

  • ASCOS (Satelliten-Referenzdienst der der AXIO-NET GmbH)
  • SAPOS (Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung)
  • EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service - Wikipedia-Artikel)
  • WAAS (Wide Area Augmentation System - Wikipedia-Artikel)


Post-Processing:

Darüber hinaus gibt es bei einigen Geräten die Möglichkeit, während der Messung die sog. Rohdaten (das sind die unverfälschten Daten, die das GPS liefert) aufzuzeichnen und diese dann später im Büro nachzubearbeiten, um eine höhere Genauigkeit zu erreichen (man nennt dieses Verfahren „Postprocessing“). Dazu ist jedoch i.d.R. eine separate und kostenpflichtig zu erwerbende Zusatzsoftware nötig.


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